• Josefine Rosenbaum & Heinrich Wolkenstein

Das Meer der erloschenen Kerzen

Das Meer der erloschenen Kerzen.


Im verwirbelten Tanz vergoldeter Blätter,

zur Vermählung sich fanden Herbst & Wind,

gleich dem Tod der Seelen sammelt,

dem kein Baum und Mensch entrinnt.


Gleich dem Wechsel der Gezeiten,

leben Ebbe und Egos nur vom Nehmen,

lai Herzen quellenreiner Liebesfluten,

können der Welt und dir was geben.


Die Auster harter Schale,

nur durch Öffnung kann empfangen,

so gleich verschlossen Egos bitterkalt,

in Ängsten des Verlustes bangen.


Gleich Baum und Pilz verschmelzen,

und sich vereinen im Myzel,

ist einzig dienende Verbundenheit,

allen Handelns Kronjuwel.


Willst erbauen neu dein Haus,

muss alles Alte weichen,

und weil ein alles sterben wird,

verschenken Eichen ihre Eicheln.


Jeglicher Ausdruck von Anhaftung,

gebiert in Wahrheit nur den Tod,

nur Herzweisheit siebend Spreu,

ernährt nur Lieben mehr als Brot.


Dein herzlos Ego träumt vom Fliegen,

doch Trieb der Gier brach deine Flügel,

wirst alle Formen frommen Leids durchlaufen,

geführt vom Karma straff am Zügel.


Gleich Schlangen ihre Häute lassen,

entlässt der Körper deine Seele,

nimmst Geburten deiner Neigungen,

und Bewusstsein dir empfehle.


Deiner Ewigkeiten drehend Rades,

der Inkarnationen kannst nur entrinnen,

wenn sich aller Frieden in dir vereint,

und musst dich auf dein Herz besinnen.


Die beständige Evolution der Schöpfung,

steht in der Natur niemals etwas still,

ist`s nur die Sturheit meines Egos,

weil ich mich nicht verändern will.


Gleich gestauter Dämme gepresster Wässer,

erzeugen Selbstbetrug den gleichen Druck,

alles wird bei Zeiten aufgelöst,

auch dein Traum von edlem Schmuck.


Deine Sinne fünf der Leidenschaft,

gleichen ungebändigt wilder Rösser,

führt nur Tugend heim ins Reich,

seiner Welten schönster Himmelsschlösser.


Aus totem Fleisch erwachtes Leben,

fanden Maden in der Verrottung Neugeburt,

laut Karma waren sie mal Menschen,

Namens Ego Lieblos und Berta Kurt.


Der Unterschied zwischen dir und Tier,

ist der Menschengeschlechter freier Wille,

nur des Egos unersättliche Gier,

stört den Frieden deiner Stille.


Gleich Seegrasfelder sanfter Wellen,

erheiternd tanzen in jedwed Strömung,

kannst nur in dir gelassen sein,

einzig bleibt dir Selbstversöhnung.


Aller Ruhm und Ansehen gehen verloren,

wird sich keiner deiner je erinnern,

während Jagadisha alle Universen speist,

wir lebendig unsern Tod bewimmern.


So wie Tempel Kirchen oder Moscheen

mit den Jahreszeiten still vergehen,

wirst du deine unsterbliche Wahrheit,

einzig nur im Herzen sehen.


Im Strahlen unserer Augen Zeugnis,

sahen sonnenglitzernd Gletschersterben,

gleich der Willkür eigener Illusionen,

werden Kindeskinder Scherben erben.


Bleibt die Erkenntnis aller Dinge,

das Ego Gottlosherz gerne leidet,

und um in der Matrix weiterzuspielen,

sich in wechselhaften Körpern kleidet.


Weil im Herzen alles still steht,

sind die meisten Lebenden schon tot,

will keiner in seine Klarheit gehen,

und inkarnieren als Wurm im Kot.


Aus den erloschenen Kerzen der Herzen,

erschuf Hades aus Dunkelheit ein Meer,

gemeinsam einsam in den Sarg,

verschart im Sand und drüber Teer.

So gehet hin in Frieden.

Dank sei Gott dem Herrn.

R.I.P.


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