• Josefine Rosenbaum & Heinrich Wolkenstein

Der Mann aus Tugends Feuer.

Der Mann aus Tugends Feuer.


Es brennt in Mannes Seele,

tief vergraben liegt ein Schmerz,

es ist der Verlust eines wahren Kriegers Ehre,

und es sticht in seinem Herz.


Über tausende Geburten mich selbst verraten,

hab ich dem Teufel mein Schwert verkauft,

und die schändlichen Kinder meiner Wahrheit,

namens Weisheit dann getauft.


Obwohl mein Herz hat nein gesagt,

hab ich nicht auf mich gehört,

und hab im fahlen Kerzenschein,

meinen Ego-Lord herauf beschwört.


Die letzten meiner treuen Kameraden,

hab ich als Verräter in eine Falle reingelockt,

hab mir Gold und Frauen reich versprochen,

und meine letzte Würde dabei verzockt.


Für falsche Macht und Anerkennung,

hab ich gelogen und betrogen,

und ertrunken meines Selbstbetruges,

gepeitscht von Leidens hohen Wogen.


Zur Erreichung meiner Ziele,

ging ich im Ego über Leichen,

und obwohl ich in mir Klarheit sah,

trug meine Stirn des Tieres Zeichen.


Als Vasall der zähen Dunkelheit,

folgte ich im Machtrausch Inkarnationen,

und konnte nicht wie von mir gedacht,

mich vorm eigenen Karma schonen.


Verraten Frieden durch Verbundenheit,

zog ich aus Vergeltung in den Krieg,

doch Rache ist wie Hass und Neid,

nur des Egos blinder Trieb.


Nach tausend Höllen aufgewacht,

sah voll Blut im Spiegel mein Gesicht,

langer Schmerzen bracht Erkenntnis,

und machte in meinem Herzen Licht.


Doch noch lange war kein Ende,

musst aus der Selbsterniedrigung mich erheben,

und musste um Befreiung zu erlangen,

mein Ego selbst in Ketten legen.


So wurd ich wieder ein wahrer Krieger,

Last Samurai in meinem Herzen neugeboren,

hab den Heiligen Krieg in mir ausgerufen,

und den Treue Eid geschworen.


Fand meinen größten Feind in mir,

und des erfundenen Teufels reine Projektion,

gerichtet scharfes Schwert nach innen,

schrie getroffen Ego voll Argwohn.


Der wahre Dschihad im inneren tobt,

und spricht durch dein Gewissen,

drum kann nur dein König Selbsterhebung,

zum letzten Sieg die Flagge hissen.


Alle Wahrhaftigkeit ruht in dir,

und kannst dich an das Gutgefühl erinnern,

als endlich wieder Frieden war,

wie im Außen und im Innern.


In allen unserer Helden Filme,

können wir Ideen von Kriegern sehen,

doch musst in Samsaras letztem Kampf,

mit Liebe durch Herz und Hose gehen.


Nach Abertausenden Geburten,

haben wir nun die beste Zeit,

wacker offen vollen Muts zu sein,

weil nur das dein Herz befreit.


So stell dich deiner größten Angst,

der ungeteilten Macht der Liebe,

nur still gefolgt der Sehnsucht,

bist deiner Göttlichkeiten Wiege.


Zum Tal der heiligen Quellen,

reinen Herzen kannst du gehen,

und musst Medusa Schlangengöttin,

voller Liebe in die Augen sehen.


Kann die Zeit jetzt endlich kommen,

wenn dein Herzkönig nun erwacht,

und bist heroisch bereit zu sterben,

weil Bruder Braveheart in dir lacht.


Steh gerade deiner Haltung,

gestreckt im Tode Gott entgegen,

und voller Tugend wie die Scholls,

wird Rosenweiß zu deinem Segen.


Hast dich deiner selbst erhoben,

herrscht endlich Frieden in deinem Gral,

hast ehrlich wahre Freunde nun,

und sitzen lachend reich im Saal.


Alle Kämpfe um die Freiheit,

aller Geburten gerungen Tode,

sollen dich im Herz erinnern,

durch die Erste gereimte Ode.


In deiner Truhe eingepackt,

liegt dein Bogen Schwert und Schild,

und einzig nur die Liebe Gottes,

deiner Seele tiefste Sehnsucht stillt.


Mögen alle Götter mit dir sein,

und schützend Engel mit dir schreiten,

wenn du dich wieder selber liebst,

wird dein Segen dich begleiten.


Einfach nur Liebe.

Dein Steffen.


Verfasst am 07.01.22



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